Wer über Neuwagentiefstpreise.de ein neues Auto sucht, sollte den angezeigten Preis mit einem schriftlichen Angebot vergleichen. Beim Aufruf öffnete sich APL. APL nennt sich Vermittler. Den Kaufvertrag schließt der Käufer anschließend mit einem Autohaus.
Prüfen Sie Modell und Ausstattung vollständig und beziehen Sie auch alle Nebenkosten ein, bevor Sie Angebote vergleichen. Ein Rabattversprechen belegt weder den niedrigsten Endpreis noch einen festen Liefertermin. Auto-günstiger.com nennt sich Informationsportal. Die Website vermittelt nach eigenen Angaben keine Fahrzeuge. Eine Verbindung zwischen den Angeboten ist nicht belegt.
Was die Weiterleitung zu APL bedeutet
Die Weiterleitung von Neuwagentiefstpreise.de zu APL zeigt, welche Website sich beim Aufruf öffnete. Daraus geht nicht hervor, wem die Domain gehört oder in welcher geschäftlichen Beziehung die Anbieter stehen.
APL erklärt seinen Ablauf so: Interessenten wählen ein Fahrzeug und können Bestellunterlagen kostenlos und unverbindlich anfordern. Nach der Rücksendung der unterschriebenen Bestellung leitet APL sie an ein autorisiertes Autohaus weiter. Der Händler schickt dann sein eigenes Bestellformular. Erst mit diesem Formular kommt der Kaufvertrag mit dem Autohaus zustande. Vor einer Unterschrift sollte deshalb im Vertrag stehen, welches Unternehmen als Verkäufer auftritt.
Auto-günstiger.com beschreibt sich selbst als unabhängiges Informations- und Vergleichsportal für Neuwagenvermittler. Die Website nennt Rabatte von bis zu 39 Prozent und verweist auf Kunden und positive Bewertungen. Sie zeigt jedoch keine aktuellen, nachvollziehbaren Vergleichsangebote. Damit belegt die Rabattangabe keine Ersparnis für ein bestimmtes Fahrzeug.
Wie der Kauf über APL abläuft
Laut APL können Interessenten die Bestellunterlagen kostenlos und unverbindlich anfordern. Im beschriebenen Standardablauf verlangt APL weder eine Vorauszahlung noch eine Gebühr. Kunden zahlen laut APL erst, wenn das Fahrzeug abholbereit ist. Prüfen Sie diese Angaben in den Unterlagen zu Ihrem Angebot.
APL sagt, dass das Unternehmen günstigere Angebote anderer Anbieter vergleicht und sie unter vergleichbaren Bedingungen gegebenenfalls unterbietet. Das garantiert nicht den niedrigsten Marktpreis. Entscheidend ist, ob das andere Angebot dasselbe Fahrzeug mit derselben Ausstattung, denselben Lieferbedingungen und denselben Kosten betrifft.
Wann sich der Vergleich lohnt
Ein Vermittlungsangebot ist besonders nützlich, wenn das Wunschmodell bereits feststeht. Dann lässt sich der Preis mit einem Angebot eines örtlichen Markenbetriebs und einem weiteren Anbieter vergleichen. Mit einem schriftlichen Angebot können Sie auch mit dem Händler vor Ort verhandeln.
Der Rabatt in Prozent reicht für den Vergleich nicht aus. Er bezieht sich häufig auf den Listenpreis und zeigt nicht, ob ein anderes Angebot für dasselbe Auto günstiger ist. Vergleichen Sie den Endpreis. Berücksichtigen Sie dabei Sonderausstattung, Überführung, Lieferung oder Abholung sowie die Zulassung. Bei einer Finanzierung fließen der effektive Jahreszins und die Laufzeit ebenso in die Rechnung ein wie Anzahlung und Schlussrate.
Frühere Zahlen zeigen, warum sich ein Vergleich mit Onlinevermittlungen lohnen kann. Sie sagen jedoch nichts über heutige Angebote aus. Ein ADAC-Test aus dem Jahr 2013 ermittelte bei den damals untersuchten Onlinevermittlungen im Schnitt rund 16 Prozent Rabatt, gegenüber etwas mehr als 11 Prozent bei Händlern. Der Test bezog sich auf bestimmte Modelle und Orte. Er belegt keine vergleichbare Ersparnis bei APL heute.
Vertrag und Liefertermin prüfen
Für Mängel und Lieferprobleme ist grundsätzlich der Verkäufer im Kaufvertrag zuständig. Wenn der Vertrag mit einem Autohaus geschlossen wird, ist dieses Autohaus der zentrale Ansprechpartner. Ein Vermittler übernimmt nicht automatisch die Pflichten des Verkäufers. Eine eigene Verantwortung des Vermittlers kommt laut ADAC etwa dann in Betracht, wenn er Angaben falsch weitergibt oder selbst einen Liefertermin vertraglich zusichert.
Kontrollieren Sie vor der Unterschrift, ob Modell, Motorisierung, Ausstattung und Endpreis mit dem Angebot übereinstimmen. Der ADAC empfiehlt, einen möglichst konkreten Liefertermin und einen Festpreis schriftlich festzuhalten. Bei einem unbestimmten Lieferzeitraum lässt sich schwerer feststellen, ob sich die Lieferung verspätet.
Auch Vermittlungsauftrag und Zusatzblätter verdienen einen genauen Blick. APL gibt an, im beschriebenen Ablauf keine Gebühren zu verlangen. In einer einzelnen Trustpilot-Bewertung berichtete jemand von einer hohen Forderung, nachdem er ein Händlerangebot nicht angenommen hatte. Die Bewertung warnte außerdem vor einem Zusatzblatt. Der Bericht wurde nicht unabhängig überprüft und zeigt nicht, dass dies allgemein so abläuft. Klären Sie trotzdem vor der Unterschrift schriftlich, ob bei einer Nichtannahme Vergütungen, Stornokosten oder andere Folgen entstehen.
Bei online geschlossenen Kaufverträgen besteht für Verbraucher grundsätzlich ein Widerrufsrecht. Der ADAC nennt eine Frist von 14 Tagen ab Übergabe der Ware; maßgeblich bleiben die Widerrufsbelehrung und der Vertrag im Einzelfall. Prüfen Sie beide, bevor Sie sich auf eine allgemeine Aussage zum Widerruf verlassen.
Bewertungen zu APL einordnen
APL veröffentlicht auf der eigenen Website überwiegend positive Kundenreferenzen. Sie geben Einblick in einzelne Erfahrungen, ersetzen aber keine unabhängige Gesamtbefragung.
Zum Zeitpunkt der Auswertung zeigte das Trustpilot-Profil fünf Bewertungen und einen TrustScore von 3,1 von 5. Trustpilot wies auch darauf hin, dass keine Einladungen zu den Bewertungen verzeichnet waren. Deshalb sind die Einträge möglicherweise nicht repräsentativ. Aus so wenigen und teils gegensätzlichen Berichten lässt sich nicht zuverlässig ableiten, wie der Ablauf normalerweise ist.
Vor der Bestellung vergleichen
Holen Sie mindestens drei schriftliche Angebote für dieselbe Fahrzeugkonfiguration ein: über das Portal, bei einem örtlichen Markenbetrieb und bei einem weiteren Anbieter. Rechnen Sie alle Nebenkosten ein. Prüfen Sie auch, ob der Preis an eine bestimmte Finanzierung, Käufergruppe oder Inzahlungnahme gebunden ist. Vergleichen Sie bei Finanzierungen die Gesamtkosten statt nur die Monatsrate.
Lesen Sie anschließend den Händlervertrag und alle Zusatzvereinbarungen. Achten Sie darauf, dass Verkäufer, Kaufpreis, Ausstattung, Liefertermin und Zahlungsweg klar geregelt sind. Auch mögliche Kosten bei Stornierung oder Nichtannahme sollten eindeutig feststehen. APL empfiehlt grundsätzlich, das bisherige Auto privat zu verkaufen. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, welchen Preis Sie tatsächlich erzielen und wie viel Aufwand der Verkauf macht.